Jubeln bis zum letzten Spiel

Jubeln bis zum letzten Spiel

Köln, 06. Mai 2010 - Das Fußballfieber breitet sich aus und treibt die Stimmungskurve steil nach oben. Vier Wochen lang herrscht vor den TV-Geräten der emotionale und kulinarische Ausnahmezustand und macht den Großevent zur Herausforderung für Körper und Psyche. Denn für viele sieht die optimale Einstimmung auf die WM-Übertragung im Fernsehen so aus: Ein frisches Bier in der Hand, Chips und Erdnüsse griffbereit, die Bratwurst auf dem Grill. Doch Bier wirkt harntreibend, der Wasserhaushalt gerät ins Defizit. Die reichhaltige Kost bringt die Verdauung auf Hochtouren, Müdigkeit und Ermattung sind die Folge.

Wasser schafft den Ausgleich
„Ein halber Liter Trinkwasser macht munter und kurbelt den Stoffwechsel nachhaltig an“ fand Dr. Michael Boschmann von der Berliner Charité im Rahmen einer Studie am Franz-Volhard-Centrum für Klinische Forschung, die vom Forum Trinkwasser e.V. unterstützt wurde, heraus. Grundsätzlich sei gegen ein kühles Bier zum Spiel nichts einzuwenden. Trinkt man aber mehr, sollte mit der gleichen Menge Wasser gegengesteuert werden. Da stets verfügbar und aufgrund der guten Qualität, rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) zum Wasser aus dem Hahn als Durstlöscher.

Der Magen-Darmtrakt kann große Flüssigkeitsmengen jedoch nicht auf einmal aufnehmen, so der Landesarzt im DRK-Landesverband Hessen e.V., Dr. Matthias Bollinger. "Besser ist es, über den Tag verteilt zu trinken. Nicht erst vier Stunden nichts und dann einen ganzen Liter.“ Regelmäßig ein Glas Trinkwasser zu trinken verhindere, dass der Körper die Flüssigkeit für die Blutgefäße wie ein ausgetrockneter Schwamm aus den Zellen hole, erklärt der Arzt.

Säfte, Limo und Energy Drinks ungeeignet, um Durst zu löschen
Mindestens anderthalb bis zwei Liter Flüssigkeit täglich empfehlen die Experten vom Forum Trinkwasser Erwachsenen. Limonade, Fruchtsaftgetränke oder Energy Drinks sind ungeeignet und machen nur noch mehr Durst. „Die Wasserspeicher des Körpers werden nicht ausreichend aufgefüllt“ gibt der DRK-Fachmann zu bedenken.
Denn: ein hoher Gehalt an Zucker im Darm entzieht den Darmgefäßen Flüssigkeit, die dann zu einem späteren Zeitpunkt mühsam zurück gewonnen werden muss. „Statt Flüssigkeit aufzufüllen, tritt man sozusagen auf der Stelle“, so Dr. Bollinger.


Kalte Getränke bringen den Körper ins Schwitzen
Stimmt auch noch das Wetter in die zu erwartende Hochstimmung während der WM-Wochen ein, kann es für die Fußball-Fans schon mal kritisch werden. „Wenn man sich lange in der Sonne aufhält und Alkohol dazu kommt, kann das sogar zu Kreislaufproblemen und Schwächeanfällen führen“ warnt Dr. Boschmann.
Nicht nur hohe Temperaturen, auch Ärger und Wut treiben die Schweißproduktion an. Hitzköpfe sind stärker betroffen: Wer sich schnell aufregt, schwitzt auch mehr. Klingt ungewöhnlich, ist aber effektiv: Lieber zu zimmerwarmem Wasser greifen, um den Wasserhaushalt auszugleichen, denn kalte Getränke bringen den Körper zusätzlich ins Schwitzen.
So unterschiedlich wie unser Körper reagiert, so individuell ist auch unser Wasserbedarf. Ein Zuviel gibt es bei gesunden Menschen jedoch nicht. Einen unentgeltlichen Trinkcheck mit Beratung gibt es im Internet unter www.trinkberater.de.
Der finale Tipp: Flüssigkeit tut auch den Stimmbändern gut. Wer also regelmäßig und ausreichend Wasser trinkt, kann sein Team stimmgewaltig und fit bis zum letzten Spiel unterstützen.

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