Gewinnung

Gewinnung

Aus der Natur in den Hahn
Unser Trinkwasser speist sich zu 64 Prozent aus Grundwasser – also aus einer Tiefe von bis zu 200 Metern. Grundwasser eignet sich besonders gut zur Trinkwassergewinnung, denn es wird auf seinem Weg durch den Boden gefiltert und ist vor Verunreinigungen geschützt. In den Regionen Deutschlands, die nicht über ausreichende Grundwasservorkommen verfügen, sichern fließende Gewässer, Talsperren und Seen die Trinkwasserversorgung. 27 Prozent unseres Trinkwassers wird hieraus gewonnen. Brunnen in Gewässernähe fördern diese Wassermengen. Der Rest (9 Prozent) stammt aus Quellen.

Übrigens: Deutschland ist ein wasserreiches Land. Das jährlich nutzbare Wasserangebot in Deutschland beträgt insgesamt circa 188 Milliarden Kubikmeter (1 Kubikmeter = 1000 Liter). Gefördert werden davon insgesamt nur 17 Prozent. Der größte Teil, nämlich über 80 Prozent des Rohwassers bleibt ungenutzt. Der größte Teil des geförderten Wassers wird von Kraftwerken, der Industrie und Landwirtschaft gebraucht. Nur drei Prozent dienen der öffentlichen Wasserversorgung.

Hausbesitzer aufgepasst
Für die Förderung und Qualitätssicherung unseres Trinkwassers bis zum Wasserzähler sind die deutschen  Wasserversorgungsunternehmen zuständig. Ab dort ist der Hauseigentümer in der Verantwortung. Für Hausinstallationen stehen Werkstoffe in großer Vielfalt zur Verfügung. Welcher Werkstoff bezogen auf die örtliche Wasserqualität jeweils geeignet ist, können der Installateur und das Wasserversorgungsunternehmen beurteilen.

Hausbrunnen
Rund 99 Prozent der Bundesbürger erhalten ihr Trinkwasser aus dem öffentlichen Versorgungsnetz, nur etwa 1 Prozent auf anderem Weg, z. B. aus Hausbrunnen. Bei der Trinkwassergewinnung aus einem Hausbrunnen ist es wichtig, das Wasser regelmäßig durch die örtlichen Gesundheitsbehörden überprüfen zu lassen. Bei der Nutzung eines Hausbrunnens ist die Gefahr einer Belastung des Wassers größer, da es nicht ständig – wie in einem Wasserversorgungsunternehmen – geprüft wird.