Studie: Wassermangel als neuer Migräne-Auslöser (2005)

Da Wassermangel ursächlich für einen bestimmten Kopfschmerz ist, untersuchten Londoner Forscher, ob Wassermangel auch Migräne auslösen kann.
Nachdem das Forscherteam um den Neurologen Dr. Blau in einer ersten Studie Wassermangel als einen Auslöser für Kopfschmerzen aufgezeigt hatte, sollte durch eine Folgestudie festgestellt werden, wie häufig Migräne infolge von Wassermangel auftritt.
Vorgehensweise
50 Migränepatienten der The City of London Migraine Clinic wurden anhand eines Fragebogens nach ihren Migräneauslösern befragt. Sie wurden anschließend gefragt, ob auch eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr bei ihnen Migräne auslösen kann (Gruppe A).
Zusätzlich wurden 45 Migränepatienten, deren Migräne durch mehrere Auslöser hervorgerufen wird, auf dem Jahrestreffen der British Migraine Action Association befragt, ob eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr bei ihnen Migräne auslösen kann (Gruppe B).
Ergebnisse
In Gruppe A antworteten 20 Personen mit „ja“, 7 mit „eventuell“ und 23 mit „nein“ auf die Frage: „Bekommen Sie Migräne, wenn Sie zu wenig trinken?“. In Gruppe B war bei 14 Personen Wassermangel als ein Auslöser ihrer Migräne-Episoden bekannt.
Insgesamt wussten 34 von 95 Migränepatienten, dass Wassermangel einige ihre Schmerzattacken auslösen kann. Bisher wurde das Trinkverhalten dieser Migränepatienten nicht bei ärztlichen Konsultationen abgefragt.
Schlussfolgerung
Wassermangel sollte in die „Checkliste der Migräneauslöser“ aufgenommen werden und bei der Anamnese von Migränepatienten vom Arzt abgefragt werden.


