Gewinnung und Versorgung

Gewinnung und Versorgung

Unser Trinkwasser ist Teil des natürlichen Wasserkreislaufs, in dem nichts verloren geht. Es speist sich aus Grund-, Quell- und Oberflächenwasser.

Deutschland ist ein wasserreiches Land mit einem jährlich nutzbaren Wasserangebot von insgesamt ca. 182 Milliarden Kubikmetern (1 Kubikmeter = 1000 Liter). Gefördert werden davon insgesamt 41 Milliarden Kubikmeter (23 Prozent). Der größte Teil des geförderten Wassers (64 Prozent = 26,4 Mrd. m3) wird von den Kraftwerken gebraucht, 22 Prozent (9,1 Mrd. m3) werden der Industrie und Landwirtschaft zugeführt und rund 13 Prozent (5,5 Mrd. m3) dienen der öffentlichen Wasserversorgung.

Der Wasserkreislauf

Wasser bewegt sich in der Natur in einem ständigen Kreislauf: Der Wasserkreislauf beginnt, wenn Wasser verdunstet und in die Atmosphäre aufsteigt. Dieses verdunstete Wasser gelangt in Form von Regen, Hagel oder Schnee wieder auf die Erdoberfläche zurück. Ein Teil des Niederschlags wird von den Pflanzen abgefangen und kehrt auf dem Weg der Verdunstung wieder in die Atmosphäre zurück. Wenn der Niederschlag den Boden erreicht, sickert er in den Boden ein, wo er entweder bis zum Grundwasser gelangt oder langsam hangabwärts fließt. Die Flüsse nehmen das Wasser aus der Umgebung auf und leiten es Meeren oder Seen zu. Auf diese Weise wird das verdunstete Wasser wieder ersetzt.

Trinkwassergewinnung

Trinkwasser wird zu 64 Prozent aus Grundwasser gewonnen und zu 27 Prozent aus Oberflächenwasser. Der Rest (9 Prozent) stammt aus Quellen. Als Grundwasser wird Wasser aus einer Tiefe von rund 50 Metern bezeichnet - es stammt häufig aber sogar aus tieferen Schichten. Von selbst zutage tretendes Grundwasser nennt man Quellwasser. Oberflächenwasser ist Wasser aus fließenden Gewässern, Talsperren und Seen.

Ein Großteil des Rohwassers muss gar nicht oder nur geringfügig aufbereitet werden. Ziel der Wasserversorgung ist, ein möglichst natürliches Trinkwasser zu liefern. Nur wenn das geförderte Rohwasser nicht alle Qualitätsanforderungen erfüllt, wird es im Wasserwerk aufbereitet.

Trinkwasserversorgung

Etwa 6.600 Wasserversorgungsunternehmen in Deutschland garantieren die hohe Qualität des Trinkwassers bis zum Wasserzähler. Für die Qualität bis zum Wasserhahn ist der Hauseigentümer verantwortlich. Für Hausinstallationen stehen Werkstoffe in großer Vielfalt zur Verfügung. Welcher Werkstoff bezogen auf die örtliche Wasserqualität geeignet ist, können der Installateur und das Wasserversorgungsunternehmen beurteilen.

Rund 99 Prozent der Bundesbürger erhalten ihr Trinkwasser aus dem öffentlichen Versorgungsnetz, nur etwa 1 Prozent auf anderem Weg, z. B. aus Hausbrunnen. Bei der Trinkwassergewinnung aus einem Hausbrunnen ist es wichtig, das Wasser regelmäßig durch die örtlichen Gesundheitsbehörden überprüfen zu lassen. Bei der Nutzung eines Hausbrunnens besteht die Gefahr einer Belastung des Wassers, da es nicht ständig wie in einem Wasserversorgungsunternehmen geprüft wird.

Informationen zu den Vorgängen in Wasserwerken bietet die Internetseite www.bdew.de.

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