Trink-Tipps für Senioren

Trink-Tipps für Senioren

Senioren befinden sich häufig im "Wassernotstand", da sie fast keinen Durst verspüren, obwohl der Körper dringend Wasser braucht.

Mit zunehmendem Alter lässt das Durstempfinden nach, ausreichendes Trinken wird häufig vergessen oder aus Angst vor nächtlichen Toilettengängen vermieden. Damit es nicht zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen bis hin zu Austrocknungszuständen kommt, sollten Senioren ganz besonders auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten und sich nicht auf das Durstsignal verlassen.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt gesunden älteren Menschen eine tägliche Flüssigkeitszufuhr von 2,25 Litern. 1,5 Liter sollten über Getränke und die restliche Menge über das Essen aufgenommen werden.

Die Trink-Tipps des Forum Trinkwasser e.V. sollen ältere Menschen dabei unterstützen, mit einfachen "Tricks" die persönliche Trinkmenge zu steigern und letztlich jeden Tag ausreichend zu trinken:

  • Trinken Sie nach dem Aufstehen am Morgen und vor dem Schlafengehen am Abend ein Glas Wasser. So haben Sie schon ein Drittel der täglich empfohlenen Trinkmenge zu sich genommen.
  • Machen Sie doch einfach mal eine Strichliste, um Ihre tägliche Trinkmenge zu kontrollieren. Einen Strich für jedes Glas Wasser und jede Tasse Tee oder Kaffee, das Sie getrunken haben (1 Glas Wasser = ca. 300 ml, 1 Tasse Kaffee = ca. 250 ml).
  • Gewöhnen Sie sich an, regelmäßig zu den Mahlzeiten etwas zu trinken.
  • Je weniger Sie essen, desto mehr sollten Sie trinken. Denn: Etwa ein Drittel der Flüssigkeitszufuhr stammt aus der festen Nahrung - vorausgesetzt Sie verzehren "normale" Portionsgrößen. Bei kleinen oder seltenen Mahlzeiten nehmen Sie automatisch weniger Flüssigkeit übers Essen auf und müssen somit zum Ausgleich mehr trinken.
  • Stellen Sie sich ein Glas und eine Karaffe mit Leitungswasser in greifbare Nähe und füllen Sie Ihr Glas wieder auf, sobald Sie es ausgetrunken haben.
  • Achten Sie auch auf Ihre Körpersignale. Oftmals werden die Signale für Hunger und Durst verwechselt. Hunger zwischen den Mahlzeiten kann auch bedeuten, dass Sie durstig sind.
  • Auch für zwischendurch sollten Sie Getränke gut sichtbar bereitstellen, beispielsweise in der Küche, neben dem Fernsehsessel oder am Bett.
  • Wenn Sie aus dem Haus gehen: Trinkflasche mitnehmen! Wiederbefüllbare Trinkflaschen passen in (fast) jede Tasche. Auch für längere Autofahrten oder Unternehmungen ist ein ausreichender Trinkvorrat ein Muss.
  • Abwechslung tut gut: Sie können Trinkwasser auch aufsprudeln, als Saftschorle mischen, heiß oder kalt als Früchte- oder Kräutertee genießen.
  • Suppen, Kaltschalen und auch einige Obst- und Gemüsesorten (z. B. Melonen, Tomaten, Gurken) liefern viel Flüssigkeit. Insbesondere an heißen Sommertagen können Sie so die Flüssigkeitszufuhr zusätzlich erhöhen.
  • Bei Einnahme harntreibender Medikamente oder von Abführmitteln kann es zu einem zusätzlichen Flüssigkeitsverlust kommen. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt darüber.

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