Wassertrinken an Schulen noch keine Normalität (2005)

Wassertrinken an Schulen noch keine Normalität (2005)

Während des Unterrichts dürfen Kinder nur selten ihren Durst stillen. Das ergab eine repräsentative Emnid-Umfrage bei Eltern zum Trinkverhalten von Kindern und Jugendlichen beim Sport und in der Schule im Auftrag des Forum Trinkwasser e.V..

Vorgehensweise
Insgesamt 1.002 Eltern schulpflichtiger Kinder im Alter von sechs bis18 Jahren wurden bei einer Telefonumfrage folgende Fragen gestellt:

  • Wie viel Sport treibt ihr Kind in seiner Freizeit, also außerhalb des Schulsportunterrichts?
  • Wie viel trinkt ihr Kind in etwa am Tag?
  • Wie sieht es mit der Getränkeversorgung Ihres Kindes beim Sport normalerweise aus?
  • Was trinkt Ihr Kind meistens?
  • Wie ist es an der Schule Ihres Kindes geregelt? Ist das Trinken während des Sportunterrichts erlaubt?
  • Wie ist es an der Schule Ihres Kindes geregelt? Ist das Trinken während des Unterrichts im Klassenzimmer erlaubt?


Ergebnisse
Nur 16 Prozent der Eltern geben an, dass es ihren Kindern erlaubt ist, während des Unterrichts im Klassenzimmer zu trinken. Selbst im Sportunterricht sieht es nicht wesentlich besser aus: Nur jeder fünfte von den Eltern sagt, dass das Trinken im Sportunterricht eine Selbstverständlichkeit ist. Auffallend groß ist die Unwissenheit der Eltern: 39 Prozent wissen nicht, ob ihre Kinder im Sportunterricht trinken dürfen.

Auch was die Getränkeauswahl und die Bewegungsfreude der Sechs- bis Achtzehnjährigen angeht, geben die Ergebnisse der Befragung Anlass zur Besorgnis. Nach Angaben der Eltern treibt nahezu die Hälfte der Kinder und Jugendlichen keinen Sport oder nur im Rahmen des Schulsports und der – das ist bekanntlich so – fällt öfter aus. Genauer betrachtet, bevorzugen gerade unsportliche Kinder auffällig oft kalorienreiche Limonaden und trinken insgesamt zu wenig.

Empfehlung des Forum Trinkwasser e.V.:
Wenn Kinder zu wenig trinken, kann sich das negativ auf ihre Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit auswirken: Ein Zuwenig an Wasser führt nachweislich zu Einschränkungen der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit (vgl.: Link Studie Durstige Kinder können sich schlechter konzentrieren (2002)). Das Forum Trinkwasser e.V. plädiert daher dafür, an Schulen das Trinken während des Unterrichts und beim Sport zu erlauben.

Ein idealer Durstlöscher für Schüler und Lehrer ist Trinkwasser, da es jederzeit in guter Qualität verfügbar und preiswert ist. Das Wasser aus der Leitung bietet einen weiteren Vorteil: Es ist äußerst preiswert und muss nicht literweise in die Schule getragen werden. Eine leichte, wiederbefüllbare Trinkflasche (Link zu Gewinnerdesign im Handel erhältlich) in der Schultasche genügt. In der Schule angekommen, lässt sich diese beliebig oft mit frischem Trinkwasser befüllen.

Mit Zucker gesüßte Limonaden sollten für Kinder kein Alltagsgetränk sein. Denn: Wer zuviel davon trinkt, riskiert übergewichtig zu werden. Trinkwasser wird auch vom Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund "als das am besten geeignete Getränk" empfohlen. Kaum ein Lebensmittel in Deutschland wird so gut kontrolliert und ist stets überall verfügbar.

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