Trinkwasser in Deutschland hat eine sehr gute Qualität

Trinkwasser in Deutschland hat eine sehr gute Qualität

Ergebnis des aktuellen Trinkwasserberichtes

In ihrem aktuellen Bericht bescheinigen das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und das Umweltbundesamt (UBA) Trinkwasser in Deutschland eine sehr gute Qualität. 99 Prozent aller Trinkwasserproben aus dem Berichtszeitraum 2008 bis 2010 erfüllten die strengen gesetzlichen mikrobiologischen und chemischen Qualitätsanforderungen. Diese sind in der Trinkwasserverordnung festgeschrieben. Danach darf Trinkwasser keine Krankheitserreger und Stoffe in gesundheitsschädigenden Konzentrationen enthalten und muss „rein und genusstauglich“ sei.

Grenzüberschreitungen nur in Einzelfällen
Bei den vereinzelten Überschreitungen der Grenzwerte handelt es sich laut UBA um Ausnahmen. Die Grenzüberschreitung für Nitrat sank im Jahr 2010 auf nahezu null Prozent. Bei Einhaltung der Grenzwerte erfolgt die tägliche Nitrataufnahme der Bundesbürger generell nur zu fünf Prozent über das Trinkwasser. 95 Prozent nehmen wir über andere Lebensmittel auf. Die Ursache für Grenzüberschreitungen bei Blei, Kupfer, Nickel und Cadmium liegt in Hausleitungen und Armaturen, die nicht für die Trinkwasserversorgung zugelassen sind oder nicht fachgerecht und ordnungsgemäß installiert wurden. Entwarnung für Blei kann für Häuser gegeben werden, die nach 1973 gebaut wurden, da seitdem kein Blei für Wasserleitungen mehr verwendet wird. Außerdem ist der süddeutsche Raum praktisch frei von Bleirohren. Aber auch vor 1973 und in den übrigen Gebieten Deutschlands wurden häufig andere Materialien für Wasserleitungen verwendet.

Mit der neuen Trinkwasserverordnung, die im November 2011 in Kraft getreten ist, soll das Problem zukünftig gelöst werden. Ab sofort dürfen nur zertifizierte Leitungen und Armaturen eingesetzt werden – beispielsweise geprüft vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW). Für die Trinkwasserinstallation in Gebäuden sind die Hauseigentümer verantwortlich. Verbraucher/innen können sich beim zuständigen Gesundheitsamt oder Wasserversorgungsunternehmen über die Beschaffenheit des lokalen Trinkwassers informieren.

Regelmäßiger Bericht zur Trinkwasserqualität

Durch die EG-Trinkwasserrichtlinie sind alle Mitgliedstaaten verpflichtet, alle drei Jahre einen Trinkwasserbericht vorzulegen. In Deutschland melden die Bundesländer entsprechende Daten an das BMG und das UBA, die den Bericht herausgeben. Die Bundesländer wiederum erhalten alle Angaben von den über 2.000 großen zentralen Wasserversorgungsunternehmen, die Trinkwasser an über 90 Prozent der deutschen Bevölkerung verteilen.

Der aktuelle Bericht zur Trinkwasserqualität bestätigt erneut, dass Trinkwasser in Deutschland einwandfrei und als gesunder Durstlöscher zu empfehlen ist.

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