Trinkwasserverkostung bei der Jubiläumstagung des Food Editors Clubs

Trinkwasserverkostung bei der Jubiläumstagung des Food Editors Clubs

Wassersommelier im Einsatz
Schmecken unterschiedliche Wässer, die in der Rhein-Main-Region frisch aus der Leitung sprudeln, verschieden? Und wenn ja, woran liegt das? Mit dieser Fragestellung beschäftigten sich am letzten Sonntag im April Journalisten und Blogger, die sich auf die Themen Lebensmittel, Essen, Kochen und Genuss spezialisiert haben. Die mehr als 60 Mitglieder des bundesweit aktiven „Food Editor Clubs“ hatten sich am Wochenende in Frankfurt zu ihrer Jahrestagung eingefunden. Die ausgewiesenen Geschmacks-Experten begaben sich auf eine Reise der Sinne und testeten Proben aus drei hessischen Wasserquellen sowie destilliertes Wasser, die der Wasserversorger Hessenwasser bereitgestellt hatte. Dabei wurden sie fachlich von Birgit Kohler, Leiterin Sensorik der BRITA GmbH angeleitet. Sie ist eine von rund 90 ausgebildeten Wassersommeliers in Deutschland und führt regelmäßig Verkostungen durch.

Entscheidend: das Gefühl des Wassers im Mund
Ohne zu wissen, um welche Wässer es sich handelt, tranken die Teilnehmer jeweils kleine Schlucke der vier Proben. Dabei achteten sie nicht nur auf den Geschmack, das Aussehen oder möglichen Geruch, sondern hauptsächlich auf das Gefühl des Wassers im Mund. Die Bandbreite der dargebotenen Wässer reichte von Wasser mit vielen Mineralien (hartes Wasser) über mittelhartes und weiches bis hin zu Wasser komplett ohne Inhaltstoffe (destilliertes Wasser). Birgit Kohler lies die Journalisten und Blogger die Wässer nach Ihren Geschmackspräferenzen bewerten. Für alle Leitungswässer fanden sich etwa gleich viele Liebhaber. Das Erstaunliche: Wasser ganz ohne Inhaltstoffe hatte nur für wenige den besten Geschmack.  

Warum das so ist? Auch das erklärte Birgit Kohler anschaulich: „Wir kommen jeden Tag mit Trinkwasser in Berührung, beim Zähneputzen, Duschen, beim Kochen und natürlich beim Trinken. Häufig gewöhnen sich der Körper und die Geschmacksorgane an die Zusammensetzung des bekannten Wassers. Je weiter weg nun die chemische Zusammensetzung des Wassers von dem ist, was wir kennen, desto deutlicher ist die sensorische Wahrnehmung. Wir kommen eher mit Wasser in Kontakt, das Mineralien enthält. Deshalb bewerten die meisten Menschen Wasser ohne Mineralien als bitter oder säuerlich.“

Fazit der Verkostung
Jeder Mensch hat seine eigene Präferenz. Entscheidend ist, dass Wasser gut schmeckt und leicht zu trinken ist. So kann es den Körper mit Flüssigkeit versorgen und leckerem Essen, gutem Wein oder auch exzellentem Kaffee eine Bühne bieten, auf der sich Aromen frei entfalten können. Zum Abschluss als fünfte Probe und außer Konkurrenz präsentierte Birgit Kohler ihr eigenes Lieblingswasser – es stammt aus dem Norden Wiesbadens und rundete das Geschmacksportfolio ab.

Die folgende angeregte Fragenrunde mit Dr. Sabine Rohlff, Vorsitzende des Forum Trinkwasser, zeigte: Trinkwasser bewegt. Trinkwasser ist einerseits ein spannendes Thema und andererseits ein schützenswertes Gut.

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