Trinkwasser ist ein schützenswertes Gut
Jeder Einzelne ist gefragt

Trinkwasser ist ein schützenswertes Gut
Jeder Einzelne ist gefragt

Hierzulande genießen die Menschen das Privileg, jederzeit frisches und einwandfreies Trinkwasser direkt aus dem Hahn zapfen zu können. Dr. Uta Böckelmann, Leiterin des Labors der Berliner Wasserbetriebe, klärt auf über die hohe Qualität unseres Leitungswassers und über die nötigen Schutzmaßnahmen, damit das auch künftig so bleibt.

Frankfurt am Main, 18. Juli 2017 – Einfach den Hahn aufdrehen und ein leckeres, reines Glas Wasser genießen. Was in Deutschland als selbstverständlich gilt, ist in den meisten Teilen der Welt undenkbar. Hierzulande wird Trinkwasser in hervorragender Qualität direkt nach Hause geliefert. Es ist zugleich praktisch, lecker, umweltschonend und obendrein noch preiswert. Außerdem ist Leitungswasser ein nachhaltiges Getränk, weil zur Gewinnung nie mehr Wasser aus dem  Wasserkreislauf entnommen wird, als sich natürlich nachbilden kann.

Trinkwasser – aus der Natur in den Hahn
Das Trinkwasser in Deutschland wird aus regionalen Wasservorkommen gewonnen – zum größten Teil aus Grundwasser, mancherorts auch aus Seen, Talsperren, Flüssen und Quellen. Die hohe Qualität des Leitungswassers gewährleisten die deutschen Wasserversorgungsunternehmen. Davon gibt es mehr als 6.000. Frau Dr. Uta Böckelmann, Leiterin des Labors der Berliner Wasserbetriebe, gibt Einblicke hinter die Kulissen: „Das deutsche Trinkwasser unterliegt sehr strengen lebensmittelrechtlichen Anforderungen. In Laboren wie dem unseren wird es laufend kontrolliert. Wasser aus der Leitung kann also mit Genuss und ohne Bedenken getrunken werden!“

Die deutsche Trinkwasserverordnung legt strenge Regeln und Grenzwerte für unterschiedliche Inhaltsstoffe des Wassers fest. „Trinkwasser muss natürlich frei von Verunreinigungen sein, außerdem geruch- und geschmacklos. Das heißt natürlich nicht, dass im Trinkwasser außer H2O nichts enthalten wäre, wie zum Beispiel Calcium, Natrium, Magnesium. Entscheidend ist aber, dass alles nur in solchen Mengen enthalten sein darf, dass ein lebenslanger Genuss keinerlei gesundheitliche Risiken birgt“, so Böckelmann.

Jeder kann zum Schutz beitragen
„Nichts in unserer dicht besiedelten Umwelt ist frei von menschlichen Einflüssen, das gilt auch für unsere Wasserressourcen“, macht Böckelmann klar. Damit auch in Zukunft jederzeit frisches Trinkwasser in Deutschland zur Verfügung steht, braucht es daher die Mithilfe und Rücksichtnahme jedes Einzelnen beziehungsweise ein Bewusstsein für Schutzmaßnahmen zum Erhalt der Wasserqualität. „Jeder von uns kann das Wasser schützen, zum Beispiel durch einen sorgsamen Umgang damit“, erklärt Böckelmann. Ein erster Schritt ist zum Beispiel Chemikalien, Farbreste und Medikamente sachgerecht zu entsorgen und besondere Umsicht in Wasserschutzgebieten walten zu lassen.