Keine Hemmungen: 
Im Restaurant nach Trinkwasser fragen

Keine Hemmungen:
Im Restaurant nach Trinkwasser fragen

Endlich lockt der Sommer uns wieder aus dem Haus – was gibt es Schöneres, als Freizeit im Gartenlokal oder in der Eisdiele zu genießen? Dabei sollte man neben dem Essen auch immer ein Glas Wasser bestellen, denn gerade jetzt benötigt der Körper Flüssigkeit – bei Hitze weitaus mehr als die üblicherweise empfohlenen 1,5 Liter pro Tag. Idealer Durstlöscher ist Trinkwasser aus der Leitung, das gehört aber in Deutschland – anders als in vielen Urlaubsregionen – selten zum festen Getränkeangebot. Dabei ist Trinkwasser in Deutschland ein Qualitätsprodukt und die meisten Bundesbürger trinken es täglich zuhause direkt aus der Leitung. 

Wirte schenken gerne aus
Eine TNS Emnid-Umfrage unter Gastronomen im Auftrag des Forum Trinkwasser zeigt: Viele Gäste scheuen beim Restaurantbesuch davor zurück, Trinkwasser zu bestellen – entsprechend selten bieten Gastronomen es von sich aus an. Dabei sind 83 Prozent der befragten Wirte gerne bereit, Trinkwasser zu servieren. Nur neun Prozent der Gastronomen, die Trinkwasser anbieten, fürchten, dass sich dieses Angebot negativ auf ihren Umsatz auswirken könnte. Dr. Helmut Eiteneyer vom Forum Trinkwasser: „Wir denken, dass das Angebot von Trinkwasser nicht mit dem sonstigen Getränkesortiment konkurriert, sondern als eine erfrischende Ergänzung zu sehen ist – gerade in der heißen Jahreszeit zum Wohle der Gäste.“ 

Hemmschwelle abbauen
Warum wird also kaum danach gefragt? In einer repräsentativen TNS Emnid-Umfrage des Forum Trinkwasser 2013 gaben 76 Prozent der Befragten an, Trinkwasser auch im Restaurant gerne konsumieren zu wollen. Es liegt also nicht am Wunsch. „Viele Gäste denken gar nicht daran oder sie haben Angst, abgewiesen zu werden – und fragen nicht danach beziehungsweise bestellen nicht. Am einfachsten wäre es, wenn Trinkwasser auf die Karte zu den vorhandenen Getränkeangeboten gesetzt würde. Das senkt die Hemmschwelle“ schätzt Eiteneyer.