Bestnoten für deutsches Trinkwasser

Bestnoten für deutsches Trinkwasser

Frankfurt am Main, Februar 2015 – Der Bericht zur Trinkwasserqualität, der gestern vom Umweltbundesamt (UBA) veröffentlicht wurde, gibt dem deutschen Trinkwasser die Note „sehr gut“ und bestätigt erneut, dass wir unser Trinkwasser jederzeit ohne Bedenken trinken können. Die Messungen belegen, dass die mikrobiologischen und chemischen Qualitätsanforderungen in mindestens 99 Prozent der Proben eingehalten wurden, bei einigen Parametern sogar in 99,9 bis 100 Prozent. „Trinkwasser ist das am besten kontrollierte Lebensmittel, das wir haben. Deshalb setzt sich das Forum Trinkwasser seit nunmehr über zehn Jahren dafür ein, das Bewusstsein und die Wertschätzung für dieses qualitativ hochwertige Lebensmittel zu stärken. Der neue Trinkwasserbericht bestärkt uns ein weiteres Mal in unserer Arbeit“, kommentiert Dr. Helmut Eiteneyer, Vorsitzender des Forum Trinkwasser, die Ergebnisse. 

„Trinkwasser ist außerdem unschlagbar preiswert und schont die Umwelt, denn es muss nicht verpackt und per LKW transportiert werden“, so Eiteneyer weiter. Jährlich am 22. März weist auch der Weltwassertag der UNESCO darauf hin, wie wertvoll unser Wasser ist. In diesem Jahr steht er unter dem Thema „Wasser und nachhaltige Entwicklung“. „Im regenreichen Deutschland sind wir in der glücklichen Situation, über große Vorräte reinen Trinkwassers zu verfügen, das jederzeit in bester Trinkqualität zur Verfügung steht. Wir setzen uns außerdem dafür ein, dass Trinkwasser nicht nur zuhause getrunken wird, sondern auch in der Gastronomie zunehmend angeboten wird.“ 

Verantwortungsvoller Umgang 

Damit unser Leitungswasser ein Qualitätsprodukt bleibt, ist ein nachhaltiger und verantwortungsvoller Umgang notwendig. Der Trinkwasserbericht stellt zwar fest, dass selbst der Grenzwert für Nitrat, das durch Düngung ins Grundwasser gelangen kann, im Trinkwasser bereits seit mehreren Jahren nicht mehr überschritten wird. Zu verdanken ist das aber der Tatsache, dass das teils belastete Grundwasser von den Wasserversorgern mit unbelastetem Wasser stark verdünnt wird. Das UBA mahnt deshalb, das Grundwasser besser zu schützen und sieht vor allem die Landwirtschaft in der Pflicht. 

Auch jeder Einzelne kann dazu beitragen Gewässer und Trinkwasserressourcen zu schützen. Einer Studie des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zufolge entsorgen 47 Prozent der Deutschen flüssige Medikamentenreste falsch, nämlich über die Spüle oder die Toilette. Rückstände können so über kurz oder lang in den natürlichen Wasserkreislauf gelangen. Medikamente sollten deshalb im Restmüll oder bei Schadstoffsammelstellen entsorgt werden.

Blei: Vermieter in der Pflicht

Überschreitungen der Grenzwerte für Blei wurden in weniger als 0,1 Prozent der Proben nachgewiesen. Diese wurden dann hauptsächlich an den Armaturen in den Häusern und Wohnungen selbst festgestellt, was für bleihaltige Leitungen dort spricht. Für Blei gilt seit dem 1. Dezember 2013 ein Grenzwert von zehn Mikrogramm pro Liter Trinkwasser. Betreiber von Wasserversorgungsanlagen sind verpflichtet, darüber zu aufklären, wenn noch Blei in ihrer Anlage verbaut ist. Mieter sollten sich darüber unbedingt bei ihrem Vermieter informieren. 

Den kompletten Trinkwasserbericht können Sie hier lesen.