Trinkwasser im Restaurant erwünscht

Trinkwasser im Restaurant erwünscht

Frankfurt am Main, Januar 2013 – Andere Länder, andere Sitten: Während in
Restaurants in den USA, in Frankreich oder Österreich zum Essen oftmals eine Karaffe frisches Trinkwasser aus der Leitung gereicht wird, erntet der Gast hierzulande nicht selten verdutze Blicke, wenn er danach fragt. Um herauszufinden, ob sich der deutsche Gast einen solchen Service wünscht, befragte TNS Emnid im Januar 2013 im Auftrag des Forum Trinkwasser mehr als 1.000 Bundesbürger. Das Ergebnis ist eindeutig: Die Mehrheit der Befragten (76 Prozent) fände das Angebot von Trinkwasser im Restaurant sehr gut und empfindet dies als sympathischen Service. 

Ein Grund, um wieder zu kommen
Aber geht dieser Wunsch zu Lasten des Restaurants? Würde, wer Trinkwasser aus der Leitung erhält, auf andere Getränke verzichten? Auch hier sind die Ergebnisse der Umfrage des Forum Trinkwasser eindeutig: Die große Mehrheit (76 Prozent) würde nicht weniger andere Getränke konsumieren, wenn ihr Trinkwasser angeboten wird. Für fast die Hälfte der Befragten (46 Prozent) wäre ein kostenfreier Trinkwasserservice sogar sicher beziehungsweise vielleicht ein Grund, das Restaurant öfter zu besuchen. Trinkwasser aus der Leitung anzubieten, könnte also für den Wirt einerseits ein Imagegewinn sein und andererseits eine Maßnahme zur Kundenbindung. 

Darf es was kosten?
„Wir meinen, das Angebot von Trinkwasser sollte nicht zulasten des Wirts gehen. Zum einen ist das Wasser aus der Leitung nicht kostenfrei, zum anderen stellen die Anschaffung zusätzlicher Karaffen, deren Reinigung und der Serviceaufwand Kostenfaktoren dar“, meint Dr. Helmut Eiteneyer vom Forum Trinkwasser. Hier zeigt die Umfrage: 39 Prozent der Befragten wären zwar bereit, 50 Cent bis einen Euro pro Liter für Trinkwasser aus der Leitung zu zahlen. 52 Prozent hingegen hätten es lieber gratis. „Wichtig ist, dass der Beitrag ein vernünftiges Maß nicht überschreitet. Und um möglichen Einwänden vorzubeugen, sollte das Angebot auch in der Getränkekarte oder einer Information ausgewiesen sein und das Servicepersonal die Begründung parat haben“ so Eiteneyer weiter. „Die Gäste werden den Trinkwasserservice zu schätzen wissen und das Restaurant kann Sympathien gewinnen.“