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Erkältungen vorbeugen!

Husten, Schnupfen, Heiserkeit – eine Erkältung kann ganz schön schlapp machen. Damit es einen nicht erwischt, gilt es, rechtzeitig die körpereigene Abwehr zu stärken. Reichliches Trinken kann dabei helfen.

Wenn es draußen ungemütlich kalt ist, macht man es sich gerne in den eigenen vier Wänden bequem. Die wohlige Raumwärme tut zwar gut, jedoch kann die trockene Heizungsluft den Schleimhäuten im Nasen- und Rachenraum ganz schön zusetzen. Verlieren die Schleimhäute an Feuchtigkeit, schwächt dies ihre natürliche Barrierefunktion. Erkältungserreger haben dann leichtes Spiel: Sie können sich leichter in der Nasenschleimhaut einnisten und eine Erkältung auslösen.

Um sich im Herbst und Winter gegen Erkältungen zu wappnen, ist es daher wichtig, ausreichend zu trinken. Das frische Wasser aus der Leitung macht regelmäßiges Trinken einfach, denn es ist überall und jederzeit verfügbar.

Reichliches Trinken stärkt die Schutzfunktion der Schleimhäute

Wer viel trinkt, hat die besten Chancen, gesund zu bleiben. Das bestätigt auch Privatdozent Dr. med. Mehran Baghi. Der leitende Oberarzt für Hals-Nasen- Ohrenheilkunde der Universitätsklinik Frankfurt am Main erklärt, was im Körper geschieht, wenn es an Flüssigkeit mangelt: „Das Blut wird dickflüssiger und kann die Schleimhäute nicht optimal versorgen, was sie anfälliger für Viren und Bakterien macht.“ Schwächen Kälte und Stress das Immunsystem zusätzlich, ist der Weg für Erkältungserreger frei. Reichliches Trinken sorgt dafür, dass die Schleimhäute stets gut befeuchtet sind und deren Schutzfunktion intakt bleibt.

Was und wie viel trinken, um fit zu bleiben?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, über den Tag verteilt mindestens 1,5 Liter zu trinken, damit der Wasserhaushalt im Gleichgewicht bleibt. Hält man sich jedoch viel in klimatisierten oder beheizten Räumen auf, steigt der Bedarf. Die Trinkmenge sollte dann erhöht werden. Leitungswasser ist zum Durstlöschen ideal, da es überall verfügbar ist, gut schmeckt und zudem keine Kalorien liefert. Geeignete Getränke sind auch ungezuckerte Früchte- und Kräutertees sowie stark verdünnte Obst- und Gemüsesäfte und Mineralwasser. Heiße Teegetränke sind in der kühleren Jahreszeit besonders wohltuend.

Wenn es einen doch erwischt hat...

Hat es einen doch erwischt, hilft nur, die Erkältung auszukurieren und die Beschwerden zu lindern. Auch hierbei unterstützt der häufige Griff zum Wasserglas. „In Kombination mit dem Arzneiwirkstoff Acetylcystein wirkt sich reichliches Trinken günstig auf eine schnelle Genesung aus“, weiß Dr. Baghi und erklärt weiter: "Acetylcystein spaltet den festsitzenden Schleim in kleinere Portionen auf. Um den zähen Schleim zu verflüssigen und aus dem Körper zu transportieren, wird reichlich Flüssigkeit benötigt. Viel trinken unterstützt diesen Vorgang."

Kommt bei einer Erkältung noch leichtes Fieber hinzu, müssen die Flüssigkeitsverluste mit dem Schweiß ersetzt werden. Bei 38 Grad Celsius Fieber sollte die Trinkmenge um einen halben Liter gesteigert werden. Mit jedem weiteren Grad Fieber steigt der Bedarf um je einen Liter Flüssigkeit an.

Der Rat, bei Erkältungen reichlich zu trinken, richtet sich ausschließlich an Menschen, die nicht zusätzlich an einer Erkrankung wie Nierenerkrankungen, Bluthochdruck oder Herzkrankheiten leiden, bei der eine Beschränkung der Flüssigkeitszufuhr erforderlich ist. Die Steigerung der täglichen Trinkmenge sollte dann immer nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen.

Nach sieben bis zehn Tagen ist alles überstanden

Die höchste Ansteckungsgefahr besteht in den ersten drei Tagen einer Erkältung. Mit jedem Niesen und Husten gelangen die Erreger millionenfach ins Freie. Aber auch durchs Händeschütteln werden sie weitergereicht, wenn der Betroffene sich zuvor an die Nase gefasst hat. Über einen Griff zur Nase oder Augen gelangen sie dann an die Nasen- und Rachenschleimhäute. Hat es einen erwischt, zeigen sich die ersten Symptome nach zwei bis vier Tagen. Nach etwa sieben bis zehn Tagen sollte selbst die hartnäckigste Erkältung überstanden sein.

Durchschnittlich drei- bis viermal pro Jahr werden Erwachsene von einer Erkältung heimgesucht. Kinder erwischt es sogar noch öfter: Schnupfen, Husten, Halskratzen, Kopfschmerzen und/oder leichtes Fieber stellen sich bei ihnen sechs- bis zehnmal pro Jahr ein.

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